Komplementär ist nicht alternativ

Komplementäre Verfahren werden zusätzlich zu einer medizinisch begründeten Behandlung eingesetzt. Alternative Verfahren sollen eine wirksame Behandlung ersetzen – genau hier entsteht ein besonderes Risiko. Ob ein Verfahren sinnvoll ist, hängt vom Ziel, der Evidenz, der Erkrankung und der laufenden Therapie ab.

Natürlich bedeutet nicht automatisch sicher

Pflanzliche Präparate können Nebenwirkungen haben und die Wirkung von Medikamenten verstärken oder abschwächen. Konzentration, Herstellung und tatsächlicher Inhalt eines frei verkauften Produkts können von Studienpräparaten abweichen. Besonders vor Operationen sowie bei Krebs-, Rheuma-, Gerinnungs- oder Immunsuppressionstherapie müssen alle Mittel offengelegt werden.

Eine gute Entscheidung beginnt mit einer Liste

Notieren Sie Produktname, Hersteller, Inhaltsstoffe, Dosis, Einnahmehäufigkeit und den gewünschten Nutzen. Besprechen Sie die Liste mit Ärzt:in oder Apotheke und legen Sie fest, woran Wirkung und Nebenwirkungen erkannt werden. Verschlechtert sich die Erkrankung oder treten neue Beschwerden auf, gehört das Präparat erneut auf den Prüfstand.

Auf einen Blick

  • Alle Präparate und Dosierungen dokumentieren
  • Mögliche Wechselwirkungen prüfen lassen
  • Wirksame Diagnostik und Therapie nicht verzögern

Fachquellen